Globale Aktionswelle für Bildung

“Gemeinsame Erklärung”
für die “Globale Aktionswelle für Bildung” in diesem Herbst

In den letzten 10 Jahren haben Studierende, Schüler_innen, Lehrer_innen, Eltern und Lohnabhängige auf der ganzen Welt gegen die zunehmende Kommerzialisierung und Privatisierung öffentlicher Bildung protestiert und sich für freie und emanzipatorische Bildung eingesetzt.

Dieses Jahr werden Menschen ihren Kampf auf internationaler und globaler Ebene im Rahmen der “Globalen Aktionswelle für Bildung” vereinen.

Viele von uns nutzen die “International Student Movement” als eine selbstverwaltete Plattform, welche initiiert wurde, um den Austausch von Informationen, eine Vernetzung sowie die Koordinierung von Protesten auf internationaler und globaler Ebene zu ermöglichen. Wir streben nach Strukturen, welche basisdemokratisch und nichthierarchisch organisiert und von kollektiven Diskussionsprozessen und Aktionen geprägt sind. Es steht allen offen, die sich mit dem Kampf gegen die Privatisierung öffentlicher Bildung und für freie und emanzipatorische Bildung identifizieren, sich auf dieser Plattform einzubringen und sie mitzugestalten!
Einige von uns haben sich bereits bei folgenden Gegebenheiten kennengelernt und vernetzt: 10 Jahre “Bologna-Prozess” in Louvain la Neuve (Belgien) vom 25.-29. April 2009, G8 University Summit in Turin (Italien) vom 17.-19. Mai 2009, “Bologna Burns” in Wien (Österreich) vom 11.-14. März 2010, “Bologna keeps on Burning” in Madrid (Spanien) vom 8.-14. April 2010 und dem “European Education Congress” in Bochum (Deutschland) vom 25.-30. Mai 2010.

Folgende Ziele verbinden uns weltweit:

Wogegen wenden wir uns?

  • Die Folgen des bestehenden Wirtschaftssystems für Menschen und Bildungssysteme:
    → Studiengebühren oder jegliche andere Form von Gebühren, welche Menschen vom Zugang und der gleichberechtigten Teilnahme an Bildung abhalten
    → die Verschuldung von Studierenden
    → öffentliche Bildung, die danach ausgerichtet ist dem (Arbeits-)Markt zu dienen:

    ► Der sogenannte Bologna-Prozess (sowie entsprechende Prozesse in anderen Teilen der Welt) zielt auf die Implementierung von Bildungssystemen, welche Menschen primär Fähigkeiten vermitteln sollen, die wiederum dem Arbeitsmarkt dienen. Der Prozess propagiert die Senkung der Kosten für die Ausbildung eines Menschen, verkürzt die Zeit der Ausbildung und bringt unterqualifizierte Arbeitskräfte hervor.

    → Bildung (sowie alle anderen Aspekte im Leben) als ein Handelsgut zu etablieren
    → den (zunehmenden) Einfluss von privatwirtschaftlichen Interessen, wenn es um die grundsätzliche finanzielle Ausstattung der öffentlichen Bildung geht
    → die (zunehmenden) Haushaltskürzungen für öffentliche Bildung weltweit
    → die “Privatisierung” öffentlicher Gelder durch die Subventionierung privatwirtschaftlicher Bildungseinrichtungen
    → die Ausbeutung von Angestellten in Bildungseinrichtungen

  • Wir setzen uns ein gegen die Diskriminierung und Beschränkung des Zugangs zu Bildungseinrichtungen basierend auf:
    → sozio-ökonomischem Hintergrund (Bildungssysteme sind zur Zeit so gestaltet, dass Menschen mit
    weniger Geld nicht im gleichen Umfang an ihnen partizipieren können
    )
    → Nationalität
    → Leistung
    → politische Ideologie und Aktivitäten
    → Geschlecht
    → sexuelle Orientierung
    → Religion
    → ethnischem Hintergrund
    → Hautfarbe
  • Wir setzen uns gegen die Bevorzugung von Forschung ein, welche primär darauf abzielt kommerziell verwertbare Patente anstatt für alle frei verfügbares Wissen zu generieren!
    → Öffentliche Bildungseinrichtungen werden vermehrt dazu gedrängt, um private Sponsoren zu konkurieren, um (Grundlagen-)Forschung durchzuführen; gleichzeitig weisen Gelder aus privatwirtschaftlichen Quellen die Tendenz auf nur in profitversprechende Forschung investiert zu werden (- was wiederum zu einer Reduzierung von Mitteln für die Forschung in Bereichen, die eventuell von großer Bedeutung für die Öffentlichkeit wären, jedoch als nicht wirtschaftlich lukrativ eingestuft werden, führt). Ob Bildungseinrichtungen und ihre Mitglieder als “exzellent” eingestuft werden, hängt von ihrer wirtschaftlichen Leistung ab, was wiederum meist ein Kriterium für die Unterstützung durch weitere öffentliche Gelder ist.
  • Wir setzen uns bei der Vergabe von Mitteln gegen die Bevorzugung gewinnorientierter Forschung anstatt für Lehre und Grundlagenforschung ein.
  • Wir lehnen Aktivitäten der Armee innerhalb von Bildungseinrichtungen ab:
    → keine Forschung speziell für militärische Zwecke
    → keine Werbe- und Rekrutierungsaktivitäten der Armee

Wofür kämpfen wir?

  • INHALT:
    → freie und emanzipatorische Bildung als ein Menschenrecht: Bildung sollte primär dem individuellen
    Interesse dienen emanzipiert zu sein, das heisst befähigt zu werden die einen umgebenen Machtstrukturen und das Umfeld kritisch zu reflektieren und zu verstehen; Bildung sollte nicht nur die Emanzipation des Individuums ermöglichen, sondern auch der Gesellschaft als Ganzes
    → Bildung als ein öffentliches Gut, in welchem sich ausschließlich öffentliche Interessen widerspiegeln
    → akamdemische Wahlfreiheit: die Freiheit jeglicher akademischer Disziplin nachzugehen
  • ZUGANG:
    → frei von monetären Bezahlungsmechanismen für Teilnehmende sowie jedwede Form der Diskriminierung und Ausgrenzung und somit für den freien Zugang für alle Individuen
    → ausreichende Mittel für alle öffentlichen Bildungseinrichtungen unabhängig von ihrer Rentabilität
  • AUFBAU:
    → alle Bildungseinrichtungen sollen demokratisch strukturiert sein (Basisdemokratie als Grundlage für Entscheidungsprozesse)

Warum auf lokaler und globaler Ebene?

Die Auswirkungen des derzeitigen globalen Wirtschaftssystems verursachen Kämpfe auf der ganzen Welt. Während wir versuchen Druck auszuüben, um die lokale/regionale Politik und Gesetzgebung zu beeinflussen, müssen wir uns immer über die globale und strukturelle Natur unserer Probleme bewusst sein. Zudem ist es notwendig sich über Taktiken, Erfahrungen in Organisationen und theoretisches Wissen auszutauschen sowie voneinander zu lernen. Kurzfristige Veränderungen können teilweise auf lokaler Ebene erreicht werden, eine grundsätzliche Veränderung hingegen wird es nur geben, wenn wir uns global vereinen.

Bildungssysteme weltweit machen genau das, was sie innerhalb dieses Wirtschafts- und Staatssystems tun sollen: selektieren, ausbilden und Ignoranz sowie Unterwerfung schaffen. Wir vereinen uns für ein anderes Bildungssystem und ein anderes Leben.

Wir halten zusammen gegen jegliche Formen der Repression seitens der Staatsapparate weltweit gegen Menschen, die sich für freie und emanzipatorische Bildung einsetzen.

Die folgenden Gruppen und Individuen unterstützen diese Erklärung, helfen diese weiter zu verbreiten und werden sich vermehrt für die Vernetzung bildungspolitisch aktiver Gruppen weltweit einsetzen sowie sich aktiv in der “Globalen Aktionswelle für Bildung” einbringen.

Wenn auch du/ihr als Einzelperson oder Gruppe diese Erklärung unterstützen willst/wollt, dann schreibe/schreibt eine e-Mail an: united.for.education@gmail.com

~ one world – one struggle ~

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Bundesweites Bildungsstreik-Vernetzungstreffen in Berlin

Vom 6. bis 8. August 2010 lädt Berlin zur bundesweiten Bildungsstreikkonferenz (aka Vernetzungstreffen) ein. Wir wollen Fragen, die sich viele lokale Bündnisse, Gruppen und Einzelpersonen stellen, gemeinsam auf bundesweiter Ebene diskutieren: Wo steht der Bildungsstreik gerade, geht es weiter, wenn ja: wie und wer macht mit?

Die Berliner Vorbereitungsgruppe hat dazu Räume auf dem Campus der TU Berlin organisiert, kümmert sich um Infrastruktur, Verpflegung und dergleichen. Die Adresse lautet: Straße des 17. Juni 145, 10623 Berlin. (Nahe U-Bahnhof Ernst-Rheuter-Platz (U2) und S+U Zoologischer Garten). Die Konferenz beginnt am Freitag um 14:30 Uhr und endet am Sonntag um 14:00 Uhr.

Bitte schickt, wenn ihr kommen wollt, eine Anmeldung an
bildungsstreik.konferenz.berlin@googlemail.com – insbesondere falls ihr einen Schlafplatz benötigt und keine Bekannten in Berlin habt.
Meldet euch auch, falls ihr eine AG auf dem Treffen bilden wollt und dafür Räumlichkeiten benötigt.

Wenn ihr als Bündnis/Gruppe zur Konferenz kommt, reicht uns natürlich eine Mail für alle. Im Idealfall schreibt ihr dann auch gleich, wenn ihr eine Mitfahrgelegenheit anzubieten habt, damit wir das an andere Interessierte weitersagen können. Letzteres könnt ihr unkompliziert als Kommentar zu diesem Artikel hier hinzufügen.

Sendet uns auch gerne Diskussionspapiere. Wir werden sie auf bildungsstreik.net veröffentlichen und auf ihrer Grundlage versuchen, einen Tagesordnungsvorschlag zu erarbeiten.

Wir sehen uns im August!

Konferenz AG
des Berliner Bildungsstreik-Bündnisses

Quelle: http://www.bildungsstreik.net/vernetzungstreffen-berlin-2010/

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Bildung als Anpassung? von Jochen Krautz

Bildung als Anpassung?

Das Kompetenz-Konzept im Kontext einer ökonomisierten Bildung

JOCHEN KRAUTZ

Fromm Forum 13/2009
Einleitung

Es hat sich in der Bildungsdiskussion in Deutschland etabliert, pädagogische und bildungspolitische Fragen mit immer ähnlichen Rezepten zu beantworten, die jedoch nicht aus der Pädagogik oder der Bildungstheorie stammen, sondern weitgehend der Ökonomie entliehen sind.

Ein Beispiel:
Im Februar 2008 wurde das Jahresgutachten des „Aktionsrats Bildung“, eines Gremiums des „Verbandes der bayerischen Wirtschaft“, mit der üblichen medialen Inszenierung vorgestellt. Der Titel lautet: „Bildungsrisiken und -chancen im Globalisierungsprozess“.1 Als Autoren des Elaborates zeichnen illustre Professoren wie Dieter Lenzen, Präsident der HU Berlin, Manfred Prenzel, deutscher PISA-Leiter sowie Detlef Müller-Böhling, damals noch Chef des „Centrums für Hochschulentwicklung“ der Bertelsmann-Stiftung, verantwortlich.

Die Argumentation ist beispielhaft für das, worum es im Folgenden gehen wird: Aus der Analyse des ökonomischen Globalisierungsprozesses wird ohne weiteres Hinterfragen dieses schon ökonomisch problematischen Prozesses abgeleitet, dass sich das Bildungswesen auf die daraus vermeintlich resultierenden Anforderungen einzustellen hätte. Bildung müsse befähigen, sich an diese Herausforderungen anzupassen, elastisch zu sein und Globalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung zu erleben.

Um das zu erreichen, wird ein Forderungskatalog aufgestellt: Englisch bereits im Kindergarten; Lehrer sollen nur befristet eingestellt und leistungsbezogen bezahlt werden; nicht nur das Abitur, sondern  fächerspezifische Tests sollen die Eintrittskarte für die Hochschulen sein, mit dem besonderen Hinweis, dass diese Tests auch von privaten Testfirmen angeboten werden könnten.

Copyright © 2009 by

Professor Dr. Jochen Krautz
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft,
Fachbereich Bildungswissenschaft
Johannishof, D-53347 Alfter/Bonn,
E-Mail: jochen.krautz@alanus.edu

Den ganzen Beitrag finden Sie hier

Hierzu schreibt Dr. Arthur Brühlmeier Folgendes:

Sehr geehrte Damen und Herren

in meinem Buch “Menschen bilden” habe ich bedauernd darauf hingewiesen, dass unsere Schulen immer stärker unter dem Diktat von Prinzipien umgestaltet werden, die in der Wirtschaft als richtungweisend betrachtet werden. Herr Prof. Dr. Jochen Krautz hat dies in seinem Aufsatz “Bildung als Anpassung” profund analysiert und aufgezeigt, wes Geistes Kind diese zur Zeit omnipräsenten Reformmassnahmen im Bereich von Schule und Bildung sind. Im Aargau sind wir beispielsweise daran, für jedes Kind ein Portfolio zu erstellen, das es durch den ganzen Bildungsprozess vom Kindergarten an begleiten soll und in welchem totale Transparenz hergestellt wird über seine Leistungen, Begabungen und Verhaltensweisen. Hier handelt es sich um nichts Geringeres als um Fichen, die schliesslich in die völlige Tyrannei führen. Niemand fragt nach, niemand diskutiert ernsthaft, es geschieht einfach. Keine Frage, dass dies später als Grundlage für den Eintritt ins Berufsleben verwendet wird. Dass solche Portfolios dann auch in den Betrieben geführt werden (übrigens auch über jeden Lehrer), versteht sich von selbst. Merken wir immer noch nicht, was gespielt wird?

Ich lege Ihnen den erwähnten Aufsatz bei. Vielleicht finden Sie mal eine freie Stunde, um sich dieser Problematik anzunehmen.

Mit freundlichen Grüssen

Arthur Brühlmeier

Mit freundlichen Gruessen

seniora.org

von seniora.org

quelle: http://fachbereich-bildungswissenschaft.de/wp-content/uploads/krautz-bildung-als-anpassung.pdf

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Bildungsstreikwoche in München, 07.-11. Juni

Das Bündnis aus Unibrennt, Studierendenvertretungen, Bildungsstreik und Schülerinitiative München bereitet seit 2 Monaten mit Hochdruck die bundesweite Bildungsstreikwoche vor.

Neben Demo am 09. Juni (12:00 ab Geschwister-Scholl-Platz, U3/U6 Universität) ist für die Woche vom 7. – 11. Juni ein Bildungscamp vor dem Hauptgebäude der LMU (Geschwister-Scholl- und Professor-Huber-Platz, U3/U6 Universität) geplant.

Anbei ein kleines Mobilisierungsvideo, das wir gedreht haben:

Viel Spaß damit, sagt uns Bescheid, wenn ihr Infos wollt (bildungscamp@unsereunibrennt.de) oder seid dabei!

Bildet euch – Bildet alle – Bildet Zeltlager!

www.bildungscampmuc.de

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Kürzungen in hessischen Schulen und Hochschulen: 45 Millionen Euro



DGB und GEW kritisieren angekündigte Millionen- Kürzungen im Schul- und Hochschulbereich

Mit vollkommenem Unverständnis haben heute der DGB Hessen und die GEW Hessen die angekündigten Kürzungen bei Schulen und Hochschulen kommentiert.

Kai Eicker-Wolf vom DGB Hessen und der GEW Landesvorsitzende, Jochen Nagel erklärten dazu heute in Frankfurt: „Die hessische Landes­regierung zeigt mit ihrer Ankündigung, dass es sich bei Versprechen, die Bildungsausgaben zu erhöhen, lediglich um Lippenbekenntnisse handelt. Schulen und Hochschulen sind strukturell unterausgestattet, und es wären mithin mehr und nicht weniger öffentliche Mittel erforderlich. In den Schulen fehlt es an allen Ecken und Enden. Auch passen Kürzungen nicht zu dem Ziel, die Zahl der Studierenden pro Jahrgang zu steigern. Und allein schon angesichts doppelter Abiturjahrgänge wäre eine Erhöhung und keine Kürzung des Hochschuletats angezeigt. Ganz abgesehen davon, dass bildungspolitische Vorhaben wie der Ausbau dualer Studiengänge, also die Kombination von Berufsausbildung und Studium, und die neue Regelung für den Hochschulzugang beruflich Qualifizierter mehr und nicht weniger öffentliche Mittel erfordern. Mit den Kürzungen im Bildungsbereich werden gerade wachstumsrelevante Ausgaben reduziert – das Land spart so zu Lasten der jungen Generationen.“

Eicker-Wolf wies ferner darauf hin, dass die Kürzungen im Hochschul­bereich im Zusammenhang mit den im Februar von Finanzminister Weimar verkündeten Sparvorhaben für den Landeshaushalt 2011 zu sehen sind: „Wenn die Landesregierung die Ankündigung von Finanz­minister Weimar umsetzt, dann wird die so genannte „Operation Sichere Zukunft“ weit in den Schatten gestellt. Zu befürchten ist, dass auch der Sozialbereich massiv betroffen sein wird.“

Jochen Nagel ergänzte für die Schulen: „Falls es im Schulbereich wirklich einzelne Einsparmöglichkeiten gäbe, so entfielen auf jede mögliche Einsparung mindestens fünf Stellen, bei denen wir dringend mehr Geld benötigen. Hessen liegt auch hier am unteren Ende im Bundesländer­vergleich.“
Angesichts der nach wie vor sehr unsicheren konjunkturellen Lage, aber auch in Anbetracht des generell hohen Ausgabenbedarfs gerade im Bildungsbereich solle das Land seine Ausgaben nicht kürzen, sondern gezielt erhöhen. Eine Finanzierung sei durch die Wiedererhebung der Vermögensteuer problemlos möglich.

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2482442_Kultusministerium-Schulen-muessen-45-Millionen-sparen.html

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Update 2 Univerwaltung Regensburg BESETZT!

Die Verwaltung war für über 12 Stunden besetzt worden, bis der Senatspräsident zusagte, dass die Anwesenheitspflicht abgeschafft und die Regelstudienzeit verlängert wird. Weitere Infos gibt es weiterhin unter: www.regensburg-besetzt.de (Es gibt momentan aber keine Besetzung mehr an der Uni Regensburg)

++ Nun auch Verwaltungsgebäude besetzt ++

Am Montag, den 1. März 2010, haben protestierende StudentInnen das Verwaltungsgebäude der Universität besetzt. Dort befinden sich auch die Büros des Rektors sowie des Kanzlers.

Die StudentInnen reagierten damit auf die andauernde Gesprächsverweigerung der Hochschulleitung. Auch eine Woche nach der erneuten Vollbesetzung des Hörsaals H2 und fünf Tage nach Ablauf des Räumungsultimatums erfolgte bisher keinerlei Reaktion der Hochschulleitung.

Die Besetzenden hatten sich zu diesem Schritt entschlossen, um erneut vehement für die Erfüllung ihrer Forderungen nach einem sozialeren, demokratischeren Bildungssystem einzutreten. Seit Dezember warten die Studierenden auf Gespräche über den von Ihnen erstellten Forderungskatalog. Verlangt werden unter anderem die Abschaffung der Studiengebühren, freier Zugang zum Masterstudium sowie mehr studentische Mitbestimmung in den Hochschulgremien.

„Die Besetzung der Verwaltung soll ein Zeichen sein, dass wir uns nicht ignorieren und mundtot machen lassen. Wir wollen unsere Forderungen durchsetzen und hoffen, dass wir durch eine Besetzung der Verwaltung eine Reaktion erreichen“, so ein Student.

Eine freiwillige Räumung des Verwaltungsgebäudes knüpfen die BesetzerInnen an die Erfüllung von Forderungen, wie es heißt.

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Update aus Regensburg

++ Ultimatum verstreicht ++ BesetzerInnen nach wie vor im H2 ++ Vater
des Verteidigungsministers bekundet Solidarität ++

Nachdem seit Montag wieder im H2 übernachtet wird, hatten die
BesetzerInnen gestern Nachmittag eine Räumungsdrohung der
Hochschulleitung erhalten. Passiert ist nichts. Die Studierenden hatten
versucht, kurzfristig möglichst zahlreich zu mobilisieren. Bei Ablauf
des Ultimatums um 21h hatten sich ungefähr 80 Studierende und
solidarische Schülerinnen und Schüler, Gewerkschaftler, Vertreter aus
der Politik und anderweitige Symphathisanten im Hörsaal H2 eingefunden,
um der wahrscheinlichen polizeilichen Räumung zu widersprechen.

Währenddessen fand im Audimax ein klassisches Konzert statt. Vor- und
nach dem Konzert, sowie in der Pause kamen immer wieder interessierte
Konzertbesucher in den besetzten Hörsaal und bekundeten ihre Solidarität
- darunter der Vater des Verteidigungsministers Guttenberg, der seine
Unterschrift auf eines der Protestbanner setzte.

Andere unterstützten die Protestierenden unter Beifall mit großzügigen Geldspenden im
dreistelligen Bereich. Das Plenum bedankt sich außerordentlich für diesen überwältigenden
Zuspruch von allen Seiten. “Wir fühlen uns in unserem Kurs bestätigt und
machen weiter”, so ein Besetzer.

Auch wenn die Hochschulleitung den Hörsaal in den kommenden Tagen Räumen
sollte, hat diese Demonstration der Solidarität verdeutlicht, dass die
Proteste unter breitem Zuspruch weitergehen werden. Die BesetzerInnen
planen derzeit Aktionen für den Schüler-Hochschultag am kommenden
Freitag, bei dem die Universität und auch der H2 für
Studieninteressierte geöffnet sein wird.

AG Presse der besetzten Universität Regensburg

ag_presse@regensburg-besetzt.de Tel.: 0152 -26 84 58 99 

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Wiedereinzug in den besetzten Hörsaal / Uni Regensburg

+++ Besetzung des H2 jetzt auch wieder über Nacht +++

Am gestrigen Montag Abend hat das Plenum der besetzten Universität
Regensburg beschlossen, den Hörsaal H2 auch Nachts wieder besetzt zu
halten. Damit reagierten die protestierenden StudentInnen auf die
fehlende Gesprächsbereitschaft der Hochschulleitung. Diese hatte am 9.
Januar wöchentlich zwei Diskussionsrunden über die Inhalte der
Forderungen der BesetzerInnen versprochen. Seither kam es aber lediglich
zu zwei dieser Verhandlungen über die nach wie vor drängenden
hochschulpolitischen Themen. Nur bei einem Gespräch war auch die
Hochschulleitung anwesend.

Weiteres ausschlaggebendes Ärgernis war, dass Rektor Strothotte entgegen
getroffener Vereinbarungen verlangte, den Hörsaal H2 bereits am
kommenden Mittwoch anstatt Ende März gesäubert zu übergeben.

Nun wollen die BesetzerInnen sich nicht mehr länger hinhalten lassen und
sind am Montag kurzerhand wieder in den Hörsaal H2 eingezogen. “Wir
waren immer Dialogbereit. Es ist offensichtlich, dass sich der Rektor
mit den Problemen an unserer Uni gar nicht auseinandersetzen will”, so
ein Student.

AG Presse der besetzten Universität Regensburg

ag_presse@regensburg-besetzt.de

Tel.: 0152 -26 84 58 99

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Besetzter Hörsaal an FU geräumt – Bildungsstreik geht weiter!

++ Besetzter Hörsaal 1A der Freien Universität geräumt ++ Besetzter Hörsaal der Freien Universität geräumt ++ Besetzter Hörsaal der Freien Universität geräumt ++

Nach etwa drei Monaten wurde an der FU Berlin in den frühen Morgenstunden des 14. Februar der seit November besetzte Hörsaal 1A geräumt. Die zum Zeitpunkt der Räumung im Hörsaal verbliebenen Aktivist_innen wurden unter Gewaltanwendung von Polizist_innen aus der Universität getragen und vorübergehend festgenommen.

Obwohl die Studierenden im Zuge der Besetzung erste Teilerfolge durchsetzen konnten, zeigten sich Politik und Universitätsleitung gegenüber deren Kernforderungen bisher weitestgehend ignorant: So fanden die Rufe nach einer grundlegenden Umstrukturierung der Lehr- und Lernbedingungen, dem Abbau sozialer Schranken beim Hochschulzugang sowie paritätischer Mitbestimmung in akademischen Gremien kein Gehör.

Anstatt mit den Besetzer_innen und den übrigen Studierenden in einen ernsthaften Dialog zu treten, zog es die Universitätsleitungleitung nun vor, die Verbliebenen von einem Einsatzkommando der Polizei und Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes aus dem Universitätsgebäude räumen zu lassen – selbst ein auf Krücken angewiesener Studierender blieb davon nicht verschont.

AG Öffentlichkeitsarbeit der FU Berlin

Weitere Infos zum Bildungsstreik unter

www.bildungsstreik-berlin.de

www.unsereunis.de

www.bildungsstreik2009.de

Kontakt: 0157 825577843

E-Mail: fuberlinbrennt@gmail.com

Homepage: bildungstreik-berlin.de / unsereunis.de

Twitter: fubrennt

Facebook: Fu BrenntPresse



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Duldung der Besetzung abgelaufen

Am Mittwoch, den 10. Februar 2010 um ca. 20.00 Uhr besuchten uns der  Kanzler der Freien Universität Berlin, Herr Lange, die dritte Vizepräsidentin Frau Schäfer-Körting, Herr Huhn vom Rechtsamt sowie eine Sicherheitskraft. Dies war das erste Mal seit dem 14.Januar 2010, dass die Besetzenden jemanden aus dem Präsidium zu Gesicht bekamen.
Sie unterbreiteten uns, dass die Besetzung des Hörsaals 1A bis zum morgigen Donnerstag um 14:00 aufgelöst werden müsse. Ab diesem Zeitpunkt sei die Duldung abgelaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Besetzer_innen den Hörsaal und das Foyer räumen, also alle zur Zeit besetzten Räume. Nach der heutigen Sitzung des Akademischen Senats und den dort gefassten Beschlüssen habe die Besetzung ihre Legitimation verloren. Welche Beschlüsse dort gefasst wurden, teilte man den Besetzenden jedoch nicht mit.
Eine bei der Sitzung anwesende Person informierte uns, dass ausschließlich Empfehlungen zugestimmt worden seien und dass im nächsten Jahr einige Dinge angestoßen werden sollen.
Des Weiteren wurde ein kleiner Raum (ca. 20m²) außerhalb der Rostlaube angeboten, für den drei Personen verantwortlich und haftbar sein müssten. Die Entscheidung dafür muss bis 12:30 gefällt werden. Nähere Informationen zur Lage des Raumes wurden uns vorenthalten.
Am Donnerstag, den 11. Februar 2010, besteht die Besetzung des Hörsaals 1A seit genau drei Monaten. Entgegen aller Erwartungen wird sie immer noch aufrecht erhalten. Zur Feier dieses Jubiläums wird am Abend unser Kulturprogramm wie gewohnt fortgesetzt.

AG Öffentlichkeitsarbeit des besetzten Hörsaals 1A der FU Berlin

Weitere Infos zum Bildungsstreik unter

www.bildungsstreik-berlin.de

www.unsereunis.de

www.bildungsstreik2009.de

Kontakt:

E-Mail: fuberlinbrennt@gmail.com

Homepage: bildungstreik-berlin.de / unsereunis.de

Twitter: fubrennt

Facebook: Fu BrenntPresse

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